Musik – ist Charts
Für die kommerzielle Musikindustrie sind sie das Maß aller Dinge: Die Musik Charts.
Durch sie lässt sich messen und belegen, wie erfolgreich ein Musikkünstler oder eine Band ist.
In Deutschland gibt es die Musik Charts seit knapp 60 Jahren. Anfangs waren sie nur eine im Monatsturnus erscheinende Auflistung der beliebtesten Lieder aus den in Cafés aufgestellten Jukeboxen. Ende der 50er Jahre wurden dann aber nicht nur diese so genannten Boxen-Schlager aufgelistet, sondern unter anderem erstmals auch Plattenverkäufe mit in die Wertung der Hitlisten aufgenommen. Hier wurde der Grundstein für unsere noch heute existierenden Musik Charts gelegt.
Im Laufe der Zeit gab es immer wieder kleinere Veränderungen in den Musik Charts. So wurden erst Ende der 80er Jahre die Musik Charts von 75 auf die noch heute bestehenden 100 Plätze erweitert. Die Top 100.
Eine weitere große Veränderung gab es im Jahre 2001: Die CD-Abverkäufe von Online-Händlern wurden mit in die Wertung aufgenommen. Und seit 2004 fallen die Downloads von einzelnen Songs oder ganzen Alben ebenfalls ins Gewicht. Eine letzte maßgebliche Veränderung gab es im Jahr 2007: Es wurde entschieden, dass nicht mehr die verkaufte Stückzahl einer Single oder eines Albums ausschlaggebend für die Platzierung in den Musik Charts ist, sondern der tatsächlich erzielte Umsatz mit dem Produkt.
Heute hat jedes Magazin, jeder Online-Händler und jedes Download-Portal seine eigene kleine Chart-Auflistung. Leser-Charts, Hörer-Charts oder Charts jedweder denkbaren Kategorie. Die offiziellen Musik Charts in Deutschland aber werden durch die Firma Media-Control erhoben. Woche für Woche auf’s Neue.
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